Ami Scabar - eine verblühende Triestiner Schönheit
Fischküche, aber auch nicht mehr | Frontpage | 17.04.2010 - 22:25:49

Restaurant Scabar
ErtaS.Ana 63 Triest
0039040810368
www.scabar.it
Sie hat schon etwas. Die Küche von Ami Scabar.Der einzigartige Umgang mit den vielen Produkten aus der Umgebung. Wobei das Wort weiter gefasst werden muß. Ob Olivenöl aus der direkten Nachbarschaft oder der Malvasier aus Istrien, oder der Fisch aus Triest und Duino, alles wirkt irgendwie authentisch. Das ist schon seid langer Zeit ein Markenzeichen der ambitionierten Köchin Ami Scabar, deren zart herbem Charme niemand widerstehen kann.
Doch die Zeit nagt an der Küche und so ist die Fantasie dem Alltag gewichen und es verfestigt sich der Eindruck, dass die Küche einer neuen Initialzündung bedürfte.
In Summe haben wir nicht schlecht gegessen. Die Vorspeise, Thunfisch roh nur ganz kurz angebraten, Triestiner Fischsuppe, etwas fad gewürzt, Spaghetti a la Vongole, leider lauwarm und die Sauce dick und als Nachspeise den nur um die Osterzeit herum angebotenen Presnitz, ein Nußstrudel, einmal mit Germ- mit Blätter und mit Strudelteig, serviert mit einem anständig eingeschenktem Slivovitz.
Dazu einheimischen Tokaj oder Friulano - wie er jetzt laut EU -Verordnung genannt werden muss, aber niemand sich daran hält- vom Russiz.
Espressi und Grappe waren als Draufgabe vorgesehen, aber konnten die Entäuschung über das Essen nicht wirklich verjagen.
Fünf Personen 300€.
herzlich ks
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