Sauternes, Graves, Pessac Léognan, und das rechte Ufer
(Saint Emilion mit seinen Satelliten).
Bilder unter Foto " a Bordeaux 2010"
Sauternes, die Süßweingegend ca. 60 km unter Bordeaux, mit seinem wohl bekanntesten Chateaux
„d´ Yquem“. Preise für jüngere Jahrgänge € 200 – 500 je 0,75 Flasche.
Süßweine entstehen hier durch den Edelfäulepilz „Botrytis Cinerea“ und dem Traubengut von Semillion, Sauvignon Blanc und Muscadelle. Die Sauternes hat eine Anbaufläche von ca. 1.700 ha bei einem durchschnittlichem Ertrag von 25 hl/ha (d´ Yquem 9 hl/ha).
In der „Maison de Vin“ von Sauternes sind so ziemlich alle Süßweine der Region erhältlich, welche man sich dort für einen kleinen Obulus einverleiben kann. Preise der verschiedensten Chateaux (Suduiraunt, Rieussec, Clos Dady, Lafaurie-Peyraguey um nur einige zu nennen) bewegen sich zwischen € 15 – 100 je 0,75l Flasche, nicht ganz billig, jedoch angemessen.
Vom Verkosten leichte Hungergefühle, dann nichts wie ab ins örtliche Restaurant „ le Saprien “ Bip Lokal laut Michelin Führer. Hier werden delikate Speisen zu fairen Preisen angeboten, ein drei Gang Menu für zwei Personen mit Mineral Wasser und einer Demi Bordeaux um € 75.
Graves zum ersten Mal auf der Hinfahrt nach Saint Emilion gestreift und hängengeblieben. Bei der Einfahrt in den Ort, die Maison de Vin gesehen, wo gerade eine Verkostung von Graves Kreszenzen älterer Jahrgänge stattfand (1980 – 1995). 9 kleine Winzer bemühten sich um die Gunst der Verkoster.
Ich war hingerissen von der Opulenz und immer noch frische dieser Weine. Preise € 13 – 25.
Eine Verkostung mit Freunden folgt.
Saint Emilion = meine Weinheimat (die Urweinsuppe) seit 25 Jahren!!!
Meine Verlobte Daniela und gleichzeitig Übersetzerin war von dem mittelalterlichen Städtchen ob der Lokale, engen Gassen, Vinotheken, Restaurants und last but not least der Unterkunft schwerstens entzückt. Nach der Einquartierung suchten wir des Durstes wegen ;-) sofort eine Vinothek auf, um danach mit angemessenem Appetit ;-) im „ Le Tertre “ zu speisen.
Der nächste Tag begann zeitig am Vormittag auf Chateaux „ La Fleur de Bouard “ in Lalande de Pomerol, wo uns unser Freund der Kellermeister Philippe Nunes bei Verkostungen am eigenen Weingut und in
den Gütern „ Figeac “, „ l´Eglise “, „ Troplong Mondot “ zur Seite stand.
Die Weine der letzten 3 sind alle Premiers Grands Crus Classés, wovon es nur 13 gibt.
Hier spiegelt sich die Jahrhunderte lange Weinbautradition dieser Region wieder!!! Jeder dieser Weine geht in die klassische Richtung, Anklänge von dunklen Beeren, Minze, Kräutern und Holznoten mit vollem Aroma und langem, sehr langem Abgang!! Weinkenner, welche diese Weine noch nicht probiert haben, müssen das schleunigst nachhohlen!!
Die Weine des rechten Ufers ( Bordeaux wird aufgeteilt in das linke Ufer entlang der Gironde und in das
recht Ufer entlang der Dordogne) werden mit einem überwiegenden Merlot Anteil von ca. 70-100% ausgebaut,
was sie füllig, weich und teils fruchtig erscheinen lässt. Weitere Sorten sind der Cabernet Franc,
Cabernet Sauvignon und Petit Verdot.
Mit einem Essen frei nach dem Motto „ Es muss nicht immer Kaviar sein“ kehrten wir in einem Landgasthaus in Montagne ein. Hier essen viele Winzer und Geschäftsleute bei super Preisen und maximalem Geschmack, mit Blick auf die umliegenden Weingärten. Das Restaurant wird nicht verraten, ist ja ein Geheimtipp!!!!
So ein Blödsinn, es heißt natürlich „ Les Marronniers ".
Speisen: Beiried mit einem Markknochen und gebratenen Erdäpfelscheiben, eine Magret de Canard
mit Pflaumen und dazu, wie sollte es anders sein, eine Flasche 100% Merlot von Philippe Nunes
„Clos Bertineau“ und danach, noch eine!!!! Am Nachhauseweg sammelte ich noch ein paar, ehrlich nur noch zwei Flaschen von „Cadet Bon“ und „Laroze“ ein, um diese in der Unterkunft zu leeren.
Herrlich, ein abgerundeter Tag!
Am dritten Tag wurden dann noch einige Güter besucht um schließlich rechtzeitig zum 5 Uhr Tee bei
Jean Claude Brisson (mit Frau & Haustier) auf La Rose-Trimoulet einzutreffen. (La Rose-Trimoulet ist für mich seit 25 Jahren der Referenzwein in Saint Emilion an dem ich viele andere „Grand Cru“ Weine messe.
Bei Wein, Cognac und Foi Gras de Canard wurde viel geredet (ich hatte ja meine Übersetzerin dabei) und Neuigkeiten ausgetauscht, da es für uns am nächsten Tag wieder ab nach Hause ging.
„So Long“ und zum Abschluss, für alle, die noch nicht in Bordeaux waren, unbedingt nachholen!!!!!